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18th
Jun/2018

KURSHALTER - story-book -

Aktuelle Stories

Urlaub 2012 - Gruß an die Bremer Eintrag vom: 25.06.2012

Von dem Einhandsegler, der uns beim Anlegen in der Schleuse geholfen hatte, hatten wir diesen Supertip bezüglich eines Übernachtungsplatzes am NOK bekommen. Gleich hinter der

Lürssen-Werft, da wo unser Freund RICHTIGE Schiffe baut...

rechts rein, eine kleine Werft mit Liegeplätzen, super Sanitärhaus (mit Waschmaschine und Trockner in der Damen-Dusche - was machen eigentlich Männer, die alleine unterwegs sind?) und Brötchenservice zum Frühstück.

Jedenfalls, während ich mir die Höhe der  Hallen der Lürssen-Werft so anschaute hab ich mir vorgestellt, wie der Mann, der richtige Schiffe baut (*grins*), dort die Stufen immer rauf und runter muss und dabei eben keinen Speck ansetzen kann.

Eingestellt von Anne

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Pfingsten auf Fehmarn Eintrag vom: 06.06.2012

Eigentlich fing dieses lange Pfingst-Wochenende super gut an. Wir sind Donnerstag nach der Arbeit los und waren schon gegen 22.00 Uhr auf unserer „Hakuna Matata“ (Ich glaube, ich hab geschnurrt wie ein Kater, so wohl und glücklich hab ich mich gefühlt, endlich wieder auf dem Schiff zu sein).
Für Freitagmorgen 8.00 Uhr hatten wir vor Wochen schon einen Termin für den Gas-Techniker zur Prüfung ausgemacht (auf Fehmarn geht nix ohne vorherige wochenlange Anmeldung – siehe weiter unten). Der Mann war super pünktlich und hat unsere ganze verrottete und verrostete Gasanlage innerhalb 1 ½ Stunden erneuert.

Anschließend auf Deck in der Sonne gefrühstückt

und dann macht „Mann“ mittels Schlauch und Schrubber das Deck sauber – schließlich hatten es sich die Schwalben und ähnliches fliegendes Getier wochenlang auf unserem Deck und der Reling gemütlich gemacht.

„Mann“ meinte jedoch, auch die Schlafzimmerfenster hätten eine gründliche Reinigung nötig, ohne jedoch darauf zu achten, dass diese eben offen (ich betone o f f e n) standen.
Die nächsten 1 ½ Tage sah unser Schiff aus wie ein Wäscheständer. Nicht nur die Polster
mussten austropfen, nein, auch alle meine T-Shirt im Schrank waren eingeweicht worden.
Habe mir vorgenommen, „Mann“ nie wieder unbeaufsichtigt Deck schrubben zu lassen.

Mit dem Deckschrubben fing auch gleich das 2. Malheur an. „Mann“ hatte nämlich kein Wasser an der Außendusche. Auch „Frau“ hatte zwischenzeitlich innen mal nur wenig,
mal gar kein Wasser und ständig brummte die Wasserpumpe. Franks Überlegungen, dass
die Wasserpumpe immer dann anspringt, wenn Druck verloren geht, ging leider in den nächsten Stunden verloren. Nachdem ich überprüft hatte (hatte „Mann“ mir aufgetragen) , ob tatsächlich noch Wasser im Tank ist – also Matratze hoch, Lattenrost hoch, Holzbrett hoch – Deckel aufschrauben, Hand in Tank halten – stand fest: ja, Tank zu 75 % von ca. 180 Litern voll – alles wieder ordentlich herrichten. Während dessen stand „Mann“ vor der Pumpe, wackelte dort, klopfte mal da mal dort und schaute recht ratlos. Schließlich ist das unser 1. Boot und erst unser 2. Wochenende an Bord… daher war unser Ersatzteillager noch nicht besonders groß. Eine neue Pumpe mit den entsprechenden Anschlussschläuchen gehörte jedenfalls nicht dazu.
Pfingstsamstag!!! Woher einen Techniker nehmen. Aber unser guter Hafenmeister wusste Rat! Auf einem der anderen Boote war gerade ein Elektriker beschäftigt, der hatte zwar eigentlich keine Zeit aber tat uns trotzdem den Gefallen, mal vorbeizuschauen. Diagnose:
Wackelkontakt! Aha! Also, wenn kein Wasser kommt, wackeln und hoffen, dass irgendwer
nach Pfingsten Zeit hat, sich der Pumpe anzunehmen. (lässt sich von der Stadt Essen aus auch super gut organisieren grummel)

Dann sind wir tatsächlich 3 Stunden rausgefahren und haben das gemacht, wofür wir eigentlich dort waren – wir haben „Ablegen“ – „Segeln“ – „und wieder Anlegen“ geübt.

Wieder im Hafen – Pumpe macht blöde Geräusche und aus dem Kran kommt kein Tropfen Wasser – worauf „Mann“ dann den Wassertank überprüft und anschließend „Frau“ für bekloppt erklären, da dieser absolut T R O C K E N ist! „Frau“ zweifelt an ihrem Verstand und „Mann“ füllt Wassertank zu 100 % auf. Kran auf, Wasser kommt!

Es ist 20.15 Uhr – Frau möchte die Teller von den Resten der Linsensuppe befreien.
Pumpe macht Geräusche – k e i n Wasser kommt!!!! Noch mal Tank überprüfen?
Auch Quatsch! Ich weiß heute nicht mehr, wer denn von uns spaßeshalber gesagt hat, wir könnten ja mal die Bilge überprüfen, vielleicht pumpt unsere Pumpe ja das Wasser dahin.
Lach

Das war unser letzter „Lacher“ für die nächsten 2 Stunden, denn nicht nur in der Bilge stand das Wasser, sondern der ganze Motorraum war geflutet und stand 20 cm unter Wasser.
Leute, wir haben einen sehr großen Motorraum und ich weiß jetzt, dass „Frau“ doch nicht
an ihrem Verstand zweifeln muss, denn d a war m e i n vor ein paar Stunden noch im Tank gewesenes Wasser.
Einer der Warmwasserschläuche hatte einen klitzekleinen Riss, aus dem das heiße Wasser wie eine Fontäne bis an die Decke des Motorraums spritzte.
Da letzte Woche eine Handlenzpumpe noch nicht zu unserer Ausrüstung zählte (ABER JETZT!!!) hat „Frau“ die nächsten 2 Stunden mittels eines kleinen gelben Plastikbechers ca. 200 Liter Wasser gescheppt und das Boot trocken gelegt.

Solche Sachen passieren doch eigentlich immer nur anderen, oder? Hab ich jedenfalls so gelesen.

Ich war jedenfalls gerade fertig mit trockenlegen, da kam um 22.30 unser Pfingstbesuch,
der versuchte, uns aufzumuntern. Also echte Freunde hätte die zahlreichen Stau´s überflogen, damit sie uns beim „Scheppen“ hätten noch helfen können, oder?
Na ja, immerhin haben sie uns noch mit einen dicken Betthupferl und einem sehr netten
besonders brauchbaren Gastgeschenk aufgemuntert.

Jedenfalls verbrachten die Männer den Samstag Vormittag damit, ganz Fehmarn nach einem passenden Druckschlauch abzusuchen. In einem winzigen Hinterhof-Klempner-Laden sind tatsächlich fündig geworden und kamen zumindest mit einem Stück blauem Kaltwasserschlauch zurück. Einen Reparaturtermin mit dieser Firma zu vereinbaren war für uns sinnlos, denn freie Termine gab es erst ab Mitte J U L I – bisserl spät für uns, da wir ja Mitte Juni schon Richtung Holland wollen (wo die Klempner hoffentlich nicht ganz so überlastet sind).

Sehr erschöpft sehen die Zwei aber nicht aus, oder ? kurshalter.de image for logbook

Kurze Rede, langer Sinn (lach) – der Schlauch passte, aber die Pumpe hatte inzwischen kompl. den Geist aufgegeben. Also… kein Wasser aus dem Kran. In der offenen Bilge stand dann 2 Tage lang ein voller 10 Liter Eimer zwecks Wasserentnahme zum Kochen und im Bad für die Katzenwäsche mehrere gefüllte Plastikflaschen. Schließlich waren wir zu 4. an Bord. Wie ganz ganz ganz früher beim Camping – nur da hatte ich wenigsten einen roten Wasserkanister.

Den Sonntag haben wir dann bei wunderschönem Wetter und Wind aus der richtigen Richtung auf dem Wasser verbracht und auch unsere Bremer Freunde, die zum ersten Mal auf einem Segelboot waren, können jetzt nachvollziehen, warum wir uns diesen ganzen Stress antun.

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Eingestellt von Anne

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Pfingsten auf Fehmarn

Fruehstueck an Bord der Hakuna Matata

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Unterwegs im Fermarnsund

Pfingsten auf Fehmarn

Marina Martin Werft Fehmarn

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